„Schreiben“: zur Vorbereitung aufs Job Coaching

Gunda Ben Djemia-Böke | 02.August 2014
Karriereplanung

Immer wieder werde ich gefragt, wie genau ich eigentlich arbeite. Das ist natürlich sehr unterschiedlich und richtet sich nach der Person, die zu mir kommt. Eine Methode, die ich jedoch recht häufig anwende, ist das Schreiben. Natürlich wird der Coachee anhand von Fragestellungen durch den Schreibprozess begleitet und muss sich nicht willkürlich etwas aus den Fingern saugen. Wichtig ist bei dieser Art der Vorbereitung, dass der Coachee sich bereits vorab mit sich und seiner derzeitigen (Bewerbungs-)Situation beschäftigt. Die Herangehensweise – zwar mittels der Fragen strukturiert, aber zunächst allein – hat den Vorteil, dass das erforderliche Nachdenken in Ruhe geschieht und das tatsächliche Niederschreiben der Gedanken meist wohlüberlegt ist. Schreiben bringt einen weiter, weil man sich über die eigenen Gefühle klar wird. Das ewige Gedankenkarussel im Kopf hemmt hingegen diesen Prozess.

Wenn also die Gedanken und damit verbundenen Gefühle zur beruflichen Situation erst einmal niedergeschrieben sind, fällt es im Anschluss daran leichter, in der gemeinsamen Coaching-Sitzung drüber zu sprechen bzw. zu reflektieren und die nächsten Schritte in Angriff zu nehmen. Die Hemmschwellen kennen wir ja alle aus verschiedenen Lebensbereichen, nicht nur in Bezug auf den Arbeitsbereich. „Wenn ich mal wieder Zeit habe, schreibe ich eine Bewerbung.“ Dass die Bewerbung nicht auf dem aktuellen Stand ist, stellt sich vielleicht als vordergründiges Argument dafür heraus, dass man sie nicht schreibt. Dass man nicht weiß, wo die Reise hingehen soll, wie man sich präsentieren will und dass auch Gefühle wie Unsicherheit, Angst vor Zurückweisung und Ablehnung und eventuell das Verlassen des Bekannten, der sogenannten Komfortzone, Gründe für die „Vermeidung eines Bewerbungsprozesses“ sein können, weiß man im Unterbewusstsein. Die gute Nachricht in diesem Zusammenhang ist: Indem man sich vor Augen führt, was man alles kann (und dies ist das erklärte Ziel des Schreibens und Coachings bei meiner Arbeit), werden diese negativen Gefühle weniger und lassen einen motivierter, zuversichtlicher und im besten Fall mit großer Freude an eine Bewerbungsphase herangehen.

Lassen Sie sich vom Nutzen des Schreibens (und Coachings) überzeugen. Mit den Worten des niederländischen Dichters Rutger Kopland (1934-2012): „Schreiben heißt finden, was in Dir lebt“ ist eigentlich alles gesagt…Die Fragen, die das Schreiben erleichtern, bekommen Sie von mir.

Ihre Gunda Ben Djemia-Böke

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