Die Nacht der Kunst

jpf-admin | 07.September 2018

…oder wie ich im Rahmen einer ArtNight lernte zu malen

Vor den langen Sommerferien habe ich eine ArtNight besucht, die mir auf die Schnelle zeigen sollte, wo der Pinsel hingehört, damit das Ergebnis einem kleinen Kunstwerk ähnelt. Das Prinzip einer ArtNight ist so simpel wie genial: Man nehme einen Künstler, der etwas vom Malen versteht, suche sich eine Location, die einen Raum für ca. 20 Zeichenwillige bereitstellt, decke alle Teilnehmer*innen mit ausreichend Farben, Pinseln, Wassertöpfen sowie Leinwänden ein und schon kann’s losgehen. Vorab sollte man sich natürlich ein Motiv ausdenken, das die Kundschaft unbedingt aufs Papier bringen möchte. In unserem Fall war das ein Blumenfahrrad, sprich eine Art Hollandrad mit Blumenkorb am Lenker.

Nachdem alle am rechten Platz saßen, ein Getränk in den Händen hielten und unsere Anleiterin in groben Zügen erklärt hatte, wie wir zu einem ansprechenden Ergebnis kommen können, wählte eigentlich jeder die einzig sichere Methode: Die Blumenrad-Vorlage wurde so in den Rahmen gespannt, das sie durch die Leinwand durchschien und wirklich jeder in der Lage war, das Rad abzuzeichnen. Da hätte man nun meinen können, wir schummeln und jedes Rad gleicht dem anderen. Aber nein! Zu meinem großen Erstaunen entdeckte ich in der Pause, wirklich völlig unterschiedliche Blumenräder. Das lag natürlich an der Farbwahl, aber auch am Pinselstrich, der Genauigkeit und dem Tempo. Die eine ging die Sache eher gemütlich- entspannt an, die andere ehrgeizig und fast perfektionistisch. So unterschiedlich die Teilnehmer*innen, so unterschiedlich die Kunstwerke! Überflüssig zu erwähnen, dass kein einziger Mann unter den Möchtegern-Künstlern war…;-)

Lernen und Entspannung: Geht das?

Darauf kann ich nur antworten: JA! In solch einer gemütlichen Runde mit Tipps vom Profi, die man beherzigen oder komplett ignorieren konnte, lernt es sich wirklich sehr entspannt. Da kann man mal wieder sehen, dass die Arbeitsweise bei fehlendem Erfolgsdruck und vorhandenem Interesse gleich viel effektiver ist, zumindest bei mir. Soll ja nicht bei jedem so sein… Was ich unglaublich gut fand, war die händische Ausführung der eigenen Ideen gepaart mit der wirklich lustigen Kommunikationsmöglichkeit mit den Tischnachbarinnen. Klar, dass der Pinsel statt im Wasserglas auch mal im Hugo landete…;-)

Für eine Tiefenentspannung hat die ArtNight nicht gereicht, aber fürs Verweilen im Augenblick definitiv…und es hat Lust auf Mehr gemacht. Mehr freies Malen und Zeichnen, mehr kreatives Tun zur ergebnisorientierten Freizeitgestaltung, mehr gemeinschaftliches Beisammensein mit Aufgabenstellung. Sicher gehört zur Entspannung auch immer die Ablenkung vom Alltäglichen…und das ist dank einer ArtNight leicht möglich!

Viel Spaß beim Nachmachen! Hier findet Ihr die aktuellen Termine: http://www.artnight.com

Eure Gunda

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