Schreiben wirkt immer…

jpf-admin | 23.Mai 2020

Tägliches Schreiben wirkt therapeutisch, weil es ans Eingemachte geht. Insbesondere wenn Du den Stift zur Hand nimmst und einfach drauf losschreibst. Dann ist die Chance am höchsten, ans Unterbewusste heranzukommen, das uns Klarheit verschafft, was uns denn nun wirklich beschäftigt. Diesen Prozess finde ich am besten betitelt mit dem Begriff „Schreibdenken“, den meines Wissens Ulrike Scheuermann – Psychologin, Autorin und Schreibcoach – geprägt hat. Was das Schreiben speziell im Coachingprozess bewirken kann, darüber hatte ich schon mal einen Blogbeitrag verfasst, den Du hier https://www.jobprofilfinder.de/2014/08/schreiben-zur-vorbereitung-aufs-job-coaching/ findest.

 

Bücher übers Schreiben liegen im Trend

Es gibt viele Bücher übers Schreiben. Ein sehr empfehlenswertes ist das aktuelle von Doris Dörrie „Leben Schreiben Atmen“. Gespickt mit autobiografischen Geschichten lässt uns die Autorin an Ihrer Schreibart unmittelbar teilhaben, indem sie uns nach jedem Kapitel auffordert, es ihr gleich zu tun: über ein scheinbar banales Thema zu schreiben wie z.B. ein Möbelstück im Zuhause unserer Kindheit. Es erscheint nur im ersten Moment banal, denn wer’s ausprobiert hat, erkennt, welche Tiefe diese „naive“ Herangehensweise entwickeln kann.

Die bereits vorformatierten Dankbarkeits-Tagebücher sind für die „Strukis“ unter uns. Damit meine ich diejenigen, die gerne einer Struktur und gewissen Ordnung folgen, diese geradezu zwingend brauchen, um sich wohlzufühlen und um im Schreibkontext zu bleiben, Ergebnisse zu Papier bringen zu können. Diese Tagebücher stellen Fragen, die wir dann beantworten. Auch dabei können erstaunliche Begebenheiten zutage gefördert werden, weil wir solchen Fragen in einem persönlichen Gespräch vielleicht lieber ausgewichen wären, im Schreibmodus aber keine Hemmungen haben, uns zu äußern. Da fällt mir das wirklich gelungende „Fragebuch“ von Alain de Botton ein, dem Gründer der School of Life, mit dem simplen Titel „Wer bin ich?“ Ich verkaufe es häufig mit dem Zusatz „besser als jede Psychotherapie“ 😉

Aber auch das im Titelbild gezeigte Buch von Prof.Dr.med. Silke Heimes „ich schreibe mich gesund“ bietet mit dem 12-Wochen-Programm zu Gesundheit und Ausgeglichenheit ein geeignetes Rezept zum Schreiben an: fünfzehn Minuten – zwölf Wochen lang – jeden Tag. Die Schreibimpulse mit kurzen Erläuterungen helfen dabei, Körper, Geist und Seele besser zu verstehen.

 

Schreiben ist keine Frage des Alters

Dass Schreiben in jedem Alter ein Gewinn ist, zeigt mir der Sohnemann sehr eindrücklich. Obwohl ein absoluter „Schreib- und Lesemuffel“ setzt er sich fast jeden Abend hin und bringt ein paar Zeilen zu Papier bzw. in sein abschließbares Tagebuch. Es war seine eigene Idee, damit anzufangen und es tut ihm wohl gut, denn er macht es konsequent weiter. Tagebücher können eine Stütze, sogar eine Art „Vertrauter“ sein für Gedanken und Gefühle, die man sonst mit niemandem teilen möchte. Und es hilft nachhaltig, Ordnung ins Gedankenkarusell zu bringen, insbesondere wenn man mit der Hand schreibt. Scheinbar sortieren wir unsere Gedanken nämlich dann noch viel besser als wenn wir am Computer tippen, weil wir wissen, dass eine Umstrukturierung des Textes nicht so leicht ist wie mit den digitalen Funktionen „löschen“, „rückgängig machen“ oder „kopieren / einfügen“.

 

In jedem Fall ist es eine große Freude zu schreiben. Nicht nur lesen bereichert das eigene Leben, sondern auch das Schreiben. Zur Nachahmung absolut empfohlen 😉

Hier noch einmal die erwähnten Buchtitel in der Übersicht:

https://karrierebuch.buchhandlung.de/shop/quickSearch?searchString=Schreibdenken

https://karrierebuch.buchhandlung.de/shop/article/40288997/doris_doerrie_leben_schreiben_atmen.html

https://karrierebuch.buchhandlung.de/shop/article/40822083/alain_de_botton_wer_bin_ich_.html

https://karrierebuch.buchhandlung.de/shop/article/41880881/silke_heimes_ich_schreibe_mich_gesund.html

Also auf die Plätze, fertig, losschreiben…

Eure Gunda

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