Bibliotherapie, Literatur und mentale Gesundheit

jpf-admin | 09.Februar 2021
Das Lesejournal

Der Zusammenhang zwischen Literatur und mentaler Gesundheit ist im englischsprachigen Raum schon lange anerkannt und findet in der Bibliotherapie seinen Ausdruck. Dass Bücher im genau richtigen Moment unseren Weg kreuzen, kennst Du vielleicht. Wir lesen etwas und denken: „So ist das bei mir auch.“ oder „Könnte ich auch so leben?“ Immer dann, wenn wir eine Verbindung zwischen unserem Denken oder Handeln zum Buchinhalt spüren, fesselt und interessiert es uns umso mehr. Wir werden beim Lesen getriggert, d.h. uns spricht im Buch etwas an, das uns nicht mehr loslässt. Deswegen gibt es auch unterschiedliche Meinungen zu ein und demselben Buch. Ein Buch trifft unseren Nerv, wenn wir darin Anziehungspunkte und Parallelen, aber auch Widersprüche oder Aufreger finden – kurzum Dinge, an denen wir – aus welchem Grund auch immer – hängen bleiben.

Warum hält Lesen uns gesund?

Zunächst aktiviert das Lesen unsere Hirnzellen. Wir bekommen zwar „Lesefutter“ vorgesetzt, aber entwickeln daraus natürlich unsere eigene Gedankenwelt. Jede/r wird ganz unterschiedliche Assoziationen und Ideen zu einem Text haben. Da werden unserer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Deswegen wollen manche Leser auch nie die Verfilmung ihres Lieblingsbuches sehen. Dann würde die eigene Vorstellung ja durch eine andere ersetzt, die höchstwahrscheinlich viel weniger mit mir selbst zu tun hat. Der Leseprozess an sich regt also unsere Vorstellungskraft an, z.B. indem wir zu Nachahmern der Protagonisten werden, ob zunächst im Traum oder später im echten Leben – beides hat positive Auswirkungen auf unseren Gesundheitszustand.

Warum ist das gut für unsere mentale Gesundheit?

Das hängt mit dem Gegenspieler des Phantasiezustandes zusammen: dem Stress. Beim Abtauchen ins Traumland erholt sich unser Geist sozusagen. Insofern beugen wir Stressbelastungen aktiv vor, wenn wir uns ab und zu, am besten mehrmals täglich, in eine andere Welt begeben. Vor diesem Hintergrund kann die Lesebeschäftigung folglich zur mentalen Gesundheit beitragen. Wenn wir uns im realen Leben sogar ein Beispiel am Tun unseres „Buchhelden“ nehmen, können wir Problemlösungen finden, die uns aus einem Gedankenkarussell erlösen. Eine Geschichte kann uns den Spiegel vorhalten, zum Reflektieren anregen und akiv werden lassen. Abgesehen davon trainieren wir unsere Hirnzellen: Gedächtnisleistung, Aufmerksamkeit und Fokus, sprachliches Ausdrucksvermögen – all diese Dinge werden beim Lesen gefördert.

Kleine Anmerkung am Rande: Diese Vorteile, insbesondere in Bezug auf das Erinnerungsvermögen, wurden übrigens beim Lesen im Printformat festgestellt, nicht beim Onlinelesen. Wieder ein starkes Argument für das gedruckte Wort!

Warum erzähle ich das alles? Weil es mir als Job Coach und Buchhändlerin am Herzen liegt, dass jede/r das „richtige“ Buch für sich bekommt. Damit ich noch besser in der Buchauswahl werde, besuche ich gerade einen Onlinekurs mit o.g. Titel.

Falls er Dich auch interessiert, findest Du hier nähere Informationen:

https://www.booktherapy.io/products/bibliotherapy-literature-and-mental-health

Gerne suche ich auch Dir das passende Buch raus! Melde Dich einfach per WhatsApp, Telefon oder Email bei mir.

Viel Freude beim Lesen wünscht Dir

Gunda

P.S.: Um ein nachhaltiges und gesundheitsförderndes Leseerlebnis zu haben, empfiehlt sich die regelmäßige Nutzung eines Lesejournals (s.Foto). Beim Schreiben reflektierst Du Deine Gedanken zum Buch ganz anders als beim Nachdenken. Darüber hinaus hilft es außerdem, mit einer anderen Person über Deine Leseerfahrung zu sprechen. Du siehst, Lesen ist nur der Anfang 😉

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